Café Maldaner: stimmungsvolles Ambiente gestern wie heute oder – So nah und doch so fern

90er

Leseprobe aus dem laufenden Romanprojekt „Woodstock ist nicht alles …“(Arbeitstitel) von Paula Dreyser / Orte der Handlung: Wiesbaden, Schlossplatz und Marktstraße vor dem Café Maldaner / Zeit: Juni 1992

Die Marktkirche ist schön. Olivia legte den Kopf in den Nacken und folgte mit den Augen der Linie des gotischen Turms, der trotzig in den blauen Sommerhimmel stach. Nicht so imposant wie der Mainzer Dom, aber immerhin.

Langsam schlenderte sie weiter, träumte vor sich hin. Schmunzelnd erinnerte sie sich an die „traditionell schwierige“ Beziehung zwischen Mainzern und Wiesbadenern.

In ihrer Kindheit und Jugend war das immer wieder Thema gewesen, besonders bei den älteren Leuten. An der Mainzer Uni hatte sie sich allerdings ausgerechnet mit einer Wiesbadenerin angefreundet. Christiane hatte wie sie mit Anfang dreißig noch ein Studium der Kunstgeschichte begonnen.

Erstaunt stellte sie fest, dass sie ihr Ziel bereits erreicht hatte. Ich könnte hineingehen. Unschlüssig stand Olivia vor dem Maldaner. Sie liebte dieses Café: die lange Theke mit Kuchen- und Tortenköstlichkeiten unter Glas; die glitzernden Flaschen, schimmernden Porzellangefäße und Gerätschaften rund um die Zubereitung von Kaffee in den Regalen. Jetzt an einem der kleinen, runden Tische oder auf einem Plüschsofa sitzen bei Kaffee und Kuchen, umgeben von Kostbarkeiten, mit einem Hauch von Kaiserzeit und Kaffeehauskultur – das wäre wunderbar. Sie könnte an ihrer Skizze der Marktkirche weiter arbeiten.

Eine Weile noch betrachtete sie die Menschen, die in der Marktstraße unterwegs waren. Viele von ihnen waren auffallend gut gekleidet, offensichtlich Leute mit Geld.

Sie genoss diesen Moment. Bis jetzt war es ein guter Tag gewesen, sonnig, angenehm warm … und Prof. Bauer hatte ihre Mappe Kirchen in Mainz und Wiesbaden gelobt.

Und dann geschah es! Von einer Sekunde zur nächsten veränderte sich ihre Stimmung. Die innere Ruhe und das behagliche Gefühl verflüchtigten sich. Warum? Aus einem der Geschäfte drang Musik an ihre Ohren: So Darlin´, Darlin´ Stand, By Me …

Die Marktstraße mit ihrem modernen Ambiente verwandelte sich. Es war so, als würde sich etwas verschieben. Die Gebäude sahen jetzt etwas älter aus, weniger Leuchtreklamen funkelten, die Menschen waren altmodischer gekleidet; Schlaghosen, große Kragen über knappen, gemusterten Pullovern, Plateauabsätze. Und dort drüben – eine Telefonzelle.

Ein GI, schlank und hochgewachsen, blond, mit kantigem Gesicht, ein ironisches Lächeln um den Mund und ein zierliches, dunkelhaariges Mädchen, einige Jahre jünger als er, schlenderten gemächlich die Marktstraße entlang, direkt auf den Maldaner zu. Sie hielten sich an den Händen, unterhielten sich angeregt. Das junge Mädchen blieb immer wieder stehen, wendete sich dem Mann zu, sah zu ihm auf, gestikulierte leidenschaftlich mit der freien Hand. Die Nähe zwischen den beiden schaffte eine durchsichtige Glocke, die sie umgab und vom Rest der Welt abschnitt. If the sky that we look upon … Die beiden kamen näher, gingen an Olivia vorbei in den Maldaner.

Die Zeit sprang wieder nach vorn, rastete ein im Hier und Jetzt. Die Straße präsentierte sich bunt und modern. Alles war so, wie man es heutzutage im Einkaufszentrum einer größeren Stadt erwartete.

Olivia fühlte sich so merkwürdig, dabei so einsam, dass sie gerne losgeheult hätte. Die Luft blieb ihr weg. Sie konnte nicht mehr schlucken. Ich werde doch jetzt nicht hyperventilieren! Sie zwang sich, den Atem anzuhalten, beruhigte sich langsam. Ich sollte hineingehen …

Gerade als sie die Hand nach dem Türgriff ausstreckte, hörte sie einen Schrei und einen lauten Knall. Ihre Hand zuckte zurück.

 

Alex liebte dieses Café. „Vielen Dank!“ Er zwinkerte der hübschen jungen Bedienung zu, ein zierliches Mädchen mit grünen Augen.

Die junge Frau servierte ihm Apfeltorte mit Sahne zu einem Kaffee. „Bitte schön“, sagte sie schlicht, entfernte sich, flink und anmutig.

Sie erinnerte ihn an ein anderes deutsches Mädchen, dass er vor vielen Jahren gekannt hatte, während seiner ersten Stationierung in Deutschland. An die Zeit als Pilot dachte er gerne zurück. Good old days. Er gestattete sich ein kurzes Abtauchen in vergangene Zeiten. In Olivia war er sehr verliebt gewesen. Aber sie schafften es nicht, zueinander zu kommen. Was, wenn es ihnen gelungen wäre? Wie hätte sich das auf seinen Lebensweg, seine Karriere ausgewirkt? Er seufzte. Ich wäre vielleicht genau da, wo ich heute bin, wäre nach einem langen, erfolgreichen Militärdienst strategischer Berater für die Air Force. Die Erinnerung begann zu schmerzen. Sie war klug. Sie hätte es verstanden, wenn, ja, wenn was?  – Wenn ich mir mehr Mühe gegeben hätte …?

Tief in Gedanken versunken stach er etwas zu heftig in seinen Kuchen. Als er die Gabel in den Mund schieben wollte, hörte er von draußen einen Knall und zuckte zusammen. Irritiert blickte er auf. Ob ich nachsehen soll, was da los ist?, fragte er sich im Stillen. Sein Herz begann, heftig zu klopfen und er spürte ein merkwürdiges Ziehen im Brustkorb. Er stand auf.

Sofort erschien die junge Kellnerin an seinem Tisch, sah ihn fragend an, mit hochgezogenen Brauen. „Alles in Ordnung?“ Ihre grünen Augen glitzerten. Jetzt lächelte sie, freundlich, aber auch ein klein wenig herausfordernd.

„O ja“, entgegnete Alex und setzte sich wieder hin. „Alles bestens.“

(Foto aus der Sammlung Meikel Mainz, veröffentlicht am 04.02.2016 auf Facebook, „Echte Wiesbadener“)

Bereits erschienen von Paula Dreyser: „Calling USA“, Roman über eine „deutsch-amerikanische“ Beziehung im Mainz der späten 70er-Jahre. Überall im Buchhandel oder beim VA-Verlag. Auf Amazon auch als E-Book. Mehr über Paula Dreyser auf der Webseite und auf  Facebook 

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Schwerverletzter in der Neustadt – Zeugen gesucht

Mainz (ots) – Mainz, Wiesenweg, 23.05.2016, 03:09 Uhr bis 03:30 Uhr

Insgesamt fünf pakistanische Staatangehörige verbrachten zusammen Zeit in einer Wohnung im Wiesenweg, Mainzer Neustadt, nahe der Bahnlinie. Einer der Männer, ein 26-Jähriger, erhielt gegen 03:05 Uhr von einer bislang unbekannten Person einen Anruf auf seinem Handy. Nach kurzem Gespräch auf pakistanisch verließ er die Wohnung, um vor dem Haus zu telefonieren. Nach wenigen Minuten hören die Bekannten durch das gekippte Fenster ein Röcheln und fanden den 26-Jährigen auf dem Bauch liegend. Er war bewusstlos und blutete stark im Gesicht. Bei der medizinischen Versorgung vor Ort durch einen Notarzt und der später erfolgten Untersuchung im Krankenhaus wurden mehrere Knochenbrüche am Kopf festgestellt. Aufgrund der Gesamtumstände schließt die Polizei einen Sturz als Ursache aus und muss davon ausgehen, dass diese Verletzungen durch Gewalteinwirkung entstanden sind.

Die Polizei sucht dringend Zeugen, die die Tat gesehen haben oder denen in der Nacht rund um die Tatzeit Personen in diesem Bereich aufgefallen sind.

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion 2 in der Neustadt: 06131 – 65 4210

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falsche Wohnbau Mitarbeiter unterwegs

Mainz (ots) – 20.05.2016

Bereits am Dienstag rüttelten zwei Männer an der Wohnungstür einer Dame in der Weisenauer Bleichstraße. Als sie die Tür öffnete, standen dort zwei Männer, die in schlechtem Deutsch abgaben, für die Mainzer „Wohnbau“ zu arbeiten. Beide Männer hätten keine Arbeitskleidung getragen. Da die Beiden mach Ansicht der Wohnungsmieterin nicht wie Mitarbeiter der Wohnbau wirkten, fragte die Frau später dort nach. Hier erfuhr sie, dass keine Mitarbeiter in dieses Haus entsandt worden waren. Die beiden Männer werden wie folgt beschrieben: 1. Etwa 30-35 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und schlank, Südländer, bekleidet mit Jeanshose und Jeansjacke 2. Gleiches Alter, etwa 1,65 Meter groß und schlank, Südländer, bekleidet mit dunklem Kapuzenpulli Beide fuhren mit einem weißen Kastenwagen mit blauer Aufschrift und Eiskristallzeichen in Richtung Portlandstraße davon.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Mainz, Telefon: 06131-653633

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Das Goldstein früher und heute oder – zwei Zigarettenlängen für eine Zeitreise

Bluhm Mainz 2

Wie eigenartig!“ Kopfschüttelnd zieht Katharina an ihrer Zigarette. “So – gepflegt.“

Alle drei schauen sich verdutzt an, bevor sie loslachen.

Hier draußen ist es aber in etwa noch so wie früher, davon abgesehen, dass es keine Bänke und langen Tische mehr gibt. Außerdem ist es natürlich viel ordentlicher und sauberer“, wirft Sophie ein.

Das versiffte Klo ist weg“, meldet sich Paula zu Wort. „Und da drüben, links vom Eingang, wo man auf die Schönbornstraße sieht, standen früher keine Tische. Da lungerten wir herum, versuchten verzweifelt, cool rüberzukommen und glotzten ständig auf die Straße, in der Hoffnung, dass sie endlich auftauchen würden.“

Auf den Gesichtern der drei Frauen breitet sich ein wehmütiges Lächeln aus.

Aber die Kastanienbäume, die Atmosphäre und irgendwie – die Luft … wie früher“, fügt Paula schließlich hinzu.

Na ja, im April riecht es eben schon langsam nach Frühling“, erklärt Sophie grinsend. „Früher gab es hier aber noch ganz andere Gerüche: Bierdunst, Wein, Zigarettenqualm …“

Ja, alle haben geraucht. Kippen waren salonfähig.“ Katharina hält ihre Zigarette hoch und schmunzelt. „Da habt ihr auch noch geraucht und keiner musste nach draußen gehen, um eine zu qualmen.“

 

Am Eingang zum Lokal raschelt es. Sie drehen sich um. Der smarte, grauhaarige Kellner tritt aus dem Restaurant in den Biergarten, setzt sich ganz in der Nähe auf einen Stuhl und zündet sich ebenfalls eine Zigarette an. Freundlich nickt er ihnen zu. „Bald können die Gäste draußen sitzen. Letzten Samstag war es so mild, dass einige Herrschaften es ziemlich lange im Freien ausgehalten haben“, sagt er gutgelaunt.

Der Biergarten war eigentlich immer der Renner.“ Paula kann es sich nicht erklären, aber mit einem Mal wird sie redselig gegenüber diesem Fremden. Irgendwie hat sie das Gefühl, dass sie sich unbedingt näher mit dem Mann befassen sollte. „Wissen Sie, wie es hier im Goldstein zuging, in den späten 70ern, so 76 bis 78?“

Ja, selbstverständlich.“ Der Mann grinst. „Da war hier de Deibel los! Viele Amis. Klasse Musik. Super Stimmung. Gitarrenspieler unter den Kastanienbäumen. Bier aus Flaschen. Klos, die man am besten mit Gummistiefeln betrat. Kult!“ Kurz überlegt er, fügt dann hinzu: „Aber im Vergleich zu den 60ern war es da schon deutlich ruhiger, zumindest was Schlägereien mit Amerikanern angeht.“

Eine Wahnsinnsstimmung, untermalt von Dark Side Of The Moon und 99 Luftballons.“ Sophie verdreht die Augen.

Ground Control To Major Tom.” Katharinas Wangen beginnen, sich zu röten.

Dadada“, japst Paula.

Wenn 500 Miles gespielt wurde, haben die Amis mitgesungen, einige mit Tränen in den Augen.“ Jetzt steht der Kellner auf und gesellt sich zu ihnen.

Die Frauen strahlen ihn an. Alle vier wechseln vielsagende Blicke miteinander. Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft, die Gemeinschaft derer, die in ihrer Jugend im Goldstein unterwegs waren. Eine Gemeinschaft auf Zeit, auf sehr kurze Zeit, die aber in diesem Moment, an diesem Ort funktioniert.

Langsam dämmert es. Die Blätter der beiden mächtigen Kastanienbäume, deren Kronen sich wie ein lockeres Dach über den Biergarten wölben, rascheln geheimnisvoll. Oder flüstern sie? Hast du etwas Zeit für mich …

Fast erwartet man, dass junge Leute hereinkommen, um es sich gutgehen zu lassen, trinkend, lachend, rauchend. Take Your Protein Pills And Put Your Helmet On …

Paula stutzt, reibt sich die Augen. Hinter den ordentlichen Tischen und Stühlen auf gepflegtem Kies scheint sich eine Spalte in der Wirklichkeit aufzutun. Sie wird größer und gibt den Blick frei auf einfache Bänke, voll besetzt mit jungen Leuten, Deutschen und Amerikanern, an langen Tischen.

Schon am Kirschgarten war die Musik manchmal zu hören, auf jeden Fall aber dann, wenn man am Bluhm vorbeilief.“ Der Kellner grinst. „Übrigens – ich heiße Paul.“

Paula.“ „Sophie“. „Katharina.“

Man fing an zu schweben, sobald die Musik zu hören war …“

Stimmt, Sophie.“ Katharina lächelt vor sich hin. Alle anderen nicken. „Man war auch irgendwie elektrisiert …“

Peter Frampton!“ Genüsslich bläst Paul den Rauch aus.

Paula kommt es so vor, als wehten Klänge von der anderen Seite des Zeit-Spaltes herüber: Show Me The Way, Everyday …

Songs von Peter, Paul and Mary sind heute noch meine Favoriten“, erklärt Paul. Ganz weich klingt seine Stimme.

Da macht es Klick bei Paula. „Du warst also in den späten 70ern hier? Kannst du – Gitarre spielen?“ Mit einem Mal ist sie sehr aufgeregt.

Das springt auf Katharina und Sophie über. Sie haben eine Ahnung, um was es gehen könnte.

Paul sieht von einer zur anderen, mit gefurchter Stirn, lächelt schließlich. „Ich saß mit meinen Kumpels unter einem der Bäume, spielte Gitarre und wir sangen dazu.“

Ist ja ein Ding!“ Sophie lacht auf.

Hannes Wader …!“ Katharina sticht mir ihrer fast aufgerauchten Zigarette Löcher in die Luft.

„… ja, da war einer dabei, der konnte Hannes Wader gut imitieren“, frohlockt Sophie.

Heute hier morgen dort! Mensch, du warst einer der Typen, die hier Gitarre spielten“, jubelt Paula.

Jetzt ist es so, als würden sie sich schon ewig kennen, seit ihrer Jugend – sozusagen …

Für unsere musikalischen Einlagen gab es freie Getränke vom Wirt.“ Paul genießt die Aufmerksamkeit und Begeisterung seiner neuen alten Bekannten.

Ihr habt auch Lieder von Donovan gesungen und von Bob Dylan.“

Genau, Katharina. Einer meiner Kumpel konnte prima Mundharmonika spielen.“

Knock, knock, kockin´ On Heaven´s Door …”

Erstaunt blicken alle auf Katharina, die sich ganz leicht in den Hüften wiegt und Dylans Hymne vor sich hin summt.

Der Wirt vom Goldstein, den habe ich ein paar Jahre später in der Lebensmittelabteilung der Quelle am Brand gesehen. Das war ganz komisch.“

Ja Paula, das kann ich mir vorstellen. Leute, die zu der Freitag- und Samstagabend-Magie im Goldstein gehörten, im wirklichen Leben zu treffen – merkwürdig.“ Sophie seufzt. „Mann, hier gingen aber auch interessante Typen ein und aus. Gab es da nicht so einen riesigen, immer schwarz gekleideten Mann mit Narben an den Beinen?“

Stimmt!“ Katharina zündet sich direkt die nächste Zigarette an, nachdem sie auch Paul eine angeboten hat, der dankend annimmt. „Es gab Gerüchte darüber, dass der KGB ihn gefoltert hätte. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es wurde immer wieder behauptet.“

Betretenes Schwiegen. Auf der anderen Seite der Zeit-Spalte beherrscht ein großer, schwarzgekleideter Mann die Szene.

Drinnen, in der Ecke in der Nähe von dem altmodischen Ofen saß oft ein, na ja, Obdachloser“, fällt Paula ein. „Der hatte Krücken.“

Der Berber-Jupp“, erklärt Paul sofort. „Langer Rauschebart, sprach fließend Französisch, las viel. Wir haben ihm immer mal was zum Lesen mitgebracht, Taschenbücher, Westernhefte. Er mochte alles.“

Er sprach fließend Französisch?“ Das interessiert Katharina.

Er war in französischer Kriegsgefangenschaft gewesen.“

Andächtiges Schweigen folgt. Aus dem Spalt winkt ein ziemlich verwahrloster, bärtiger Mann mit einem Buch: Das siebte Kreuz.

Die Polizei kam ziemlich oft.“

Katharinas Bemerkung bringt Paula irgendwie in Fahrt. „Da mussten Sophie und ich uns verdünnisieren. Wir waren noch keine achtzehn und durften nach 22.00 Uhr gar nicht mehr in Kneipen unterwegs sein.“

Man konnte sich in Richtung Zitadelle verziehen …“

Nee Paul, da guckte die Polizei als Nächstes. Da wurde nämlich gerne was Anderes geraucht als nur Zigaretten …“ Wieder sticht Katharina mit ihrer Zigarette Löcher in die Luft.

Allgemeines Grinsen.

Paula erkennt verschwommen vier GIs in dem Zeit-Spalt. Die jungen Männer stehen schwankend auf einem Tisch, von dem aus sie den Stamm von einem der Kastanienbäume erreichen können. Unter Kichern hieven drei leicht torkelnde Amerikaner den vierten nach oben. Schwerfällig und prustend vor Lachen schafft der es auf den untersten Ast. Guys, I made it!, schreit der im Baum, rutscht sofort nach vorne und schmiert ab – zurück auf den Tisch. Paula überlegt, ob sie diese Erinnerung mit den anderen teilen soll, aber Paul kommt ihr zuvor, mit einem gänzlich anderen Thema.

Auch der Erwin war manchmal hier.“

Erwin Tinz, oder?“ Katharina furcht die Stirn. Sie und Paul nicken sich zu, als würden sie ein Wissen teilen.

Klärt ihr uns auf?“ Ungeduldig zuckt Sophie mit den Schultern.

Ein bekannter Stadtstreicher, ein Mainzer Original. War dafür bekannt, dass er zeitweilig aggressiv wurde. Dann hat er auch schon mal die Leute vor dem Theater angepöbelt. Er fiel dadurch auf, dass er sein Zeug in einem Kinderwagen oder Einkaufswagen durch die Gegend fuhr …“

Als Paul eine Pause macht, übernimmt Katharina: „Polizisten sammelten ihn ein, im Dezember, als er wieder mal krakeelte und randalierte. Dann fuhren sie ihn nach Nackenheim in die Weinberge und setzten ihn aus. Da starb er an Herzversagen.“

Betroffene Gesichter. Die Leichtigkeit des Augenblicks verfliegt.

Ja, darüber gab es sogar einen Artikel im Spiegel“, sagt Sophie leise. „Aber das war nach unserer Goldsteinphase …“ Sie wirft erst Paula, dann Katharina einen vielsagenden Blick zu. „… Das ist 1980 passiert, kurz vor oder nach dem Mord an John Lennon.“

Schweigen. Die Zeitreise endet. Die Gemeinschaft beginnt, sich aufzulösen.

Paulas Spalte wird dunkel und schließt sich. Die Erinnerungen ziehen sich zurück wie Rauchschwaden. Was bleibt ist das Goldstein im Jahre 2015 – ein gepflegtes Lokal mit Biergarten in der Mainzer Altstadt.

Schlimme Sache …“ Paul drückt seine Zigarette an einem großen Blumentopf aus, wirft die Kippe aber nicht weg. „Ladies, es war mir eine Freude, aber jetzt muss ich wieder an die Arbeit.“

Ja, wir gehen auch wieder rein. So lange wollten wir gar nicht draußen bleiben“, sagt Sophie.

Wir brauchten halt zwei Zigarettenlängen…“ Katharina grinst.

„…für unseren kleinen Ausflug in die Vergangenheit.“

Nach Paulas Schlusswort gehen sie zurück ins Lokal, in guter, aber auch etwas wehmütiger Stimmung. Ja, wie man es auch dreht und wendet, es hat sich so einiges verändert …

Die Blätter wispern: Und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt wie es war …

 

(Geschichten aus Mainz, früher und heute, von Paula Dreyser. Mit Dank an die Mitglieder verschiedener Facebook-Gruppen, die ihre Erlebnisse und Erinnerungen an das Goldstein mit mir geteilt haben.)

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Gonsenheim: Versuchter Einbruch in Gaststätte

polizei mainz meldungen echte meenzer

Freitag, 08.04.2016, 01:50 Uhr

Der oder die unbekannten Täter übersteigen zunächst die Umgrenzung einer Gaststätte in der Gonsenheimer Kapellenstraße. Hier wird versucht, gewaltsam ein Fenster zu öffnen, was aufgrund von einbruchhemmenden Verriegelungen misslingt. Durch die Geräusche wird die im Objekt wohnende Angestellte wach, die das Licht in der Gaststätte einschaltet. Daraufhin verlassen der oder die Unbekannten das Gelände. Täterbeschreibungen können keine abgegeben werden.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Mainz, Telefon: 06131-653633

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Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

St.Quintin Kirche Mainz 1934 – 2015

Die St. Quintin in Mainz ist die Pfarrkirche der ältesten nachgewiesenen Pfarrei der Stadt.

zum vergrössern der Bilder einfach anklicken (Bilder http://www.echte-Meenzer.de Sammlung)

http://www.dompfarrei-mainz.de

Unsere Pfarrkirche St. Quintin gilt als älteste Pfarrkirche von Mainz (sie wird 774 urkundlich erwähnt.). Sie ist eine spätgotische Hallenkirche, die in den Jahren 1288 bis 1330 erbaut wurde. Ihr Turm wurde 1489 erbaut und beherbergte auch eine Türmerwohnung.
Heute trägt er vier Glocken (unter anderem die älteste Glocke von Mainz, das so genannte “Lumpenglöckchen”, eine Bienenkorbglocke etwa aus dem Jahr 1250).

Der Heilige Quintin ist als überlebensgroße Statue links im Hochaltar dargestellt – er ist der Schutzpatron der Gefangenen. Auf der rechten Seite des Hochaltars steht der Heilige Blasius, der zweite Patron unserer Kirche.

Der linke der Seitenaltäre zeigt den heiligen Apostel Judas Thaddäus, zu dessen Gnadenbild viele Menschen pilgern (besonders an seinem Festtag, dem 28. Oktober). Er wird als Helfer in besonders ausweglosen Situationen angerufen – auf dem Altar liegt ein großes Fürbitt-Buch, in das sich zahlreiche Gläubige und Besucher mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihrem Dank eintragen.

Hinter diesem Altar befindet sich die Kreuzkapelle. Dort befindet sich ein altes Kreuz, das den Gekreuzigten Jesus scheinbar mit einem Lächeln auf dem Lippen zeigt (der Korpus stammt vermutlich vom Beginn des 15. Jahrhunderts).

Auf der Empore steht ab Dezember 2011 eine Orgel aus der Werkstatt Nelson/Durham aus dem Jahr 1906, und im Altarraum die ehemalige Orgel des Christus-Pavillon der EXPO 2000 in Hannover (eine Truhenorgel aus Glas) von der Firma Vleugels.

Vom Beginn des Advent bis zum 2. Februar (Fest der Darstellung des Herrn) kann man in St. Quintin eine in Mainz einzigartige Advents- und Weihnachtskrippe sehen. Diese Krippe stellt nicht nur die Geburt Christi dar, sondern deutet dem Betrachter Gottes Heilsgeschichte – von Adam und Eva (die Vertreibung aus dem Paradies), Jesaja (die Verheißung des Erlösers) und Johannes dem Täufer (dem Vorläufer Jesu) bis hin zu Bethlehem und den Sterdeutern aus dem Osten. Sie wurde 1929 – 1931 von dem Bildhauer Philipp Müller aus Heppenheim geschaffen.

Auch beherbergt unsere Kirche das wohl größte und wertvollste Gemälde der Stadt Mainz – die Himmelfahrt Mariens – (7,20m hoch und 2,50-3,50m breit), geschaffen vom österreichischen Maler Franz Anton Maulbertsch (*1724, + 1796).

Noch viele kleine und große Kostbarkeiten sind in St. Quintin zu finden – sie können hier nicht alle erwähnt werden. Ein Besuch lohnt sich also immer!

Der heilige Quintin, dem unsere Kirche geweiht ist, war römischer Bürger und Kind einer vornehmen Senatorenfamilie. Er starb für seinen Glauben am 31. Oktober 287. Seine Attribute sind die Ketten an seinen Füßen (früher von den Händen zu den Füßen), sowie ein Bratspieß, was auf seine grausamen Marterungen hinweist.

Im Zelebrationsaltar von St. Quintin ist eine Reliquie des Heiligen eingelassen. Eine weitere Reliquie des Heiligen Quintin liegt in einem kostbaren Schrein, den der Bischof von Soissons 1950 aus der Kathedrale von Saint Quentin/Frankreich aus Verbundenheit der Mainzer Quintinskirche schenkte. Diese Reliquie wird am Festtag des heiligen Quintin vor dem Altar ausgestellt.

Das Patrozinium feiern wir am 31. Oktober – im Zuge einer Heiligen-Kalenderreform musste St. Quintin zwar dem heiligen Wolfgang weichen (sein Gedenktag wurde auf den November verlegt) und wurde bei der letzten Reform sogar ganz gestrichen, nichtsdestotrotz feiert die Quintins-Pfarrei jedes Jahr am 31.10., dem Sterbetag des Heiligen, ihren Kirchenpatron.
An St. Quintin erinnert in Mainz heute auch eine Strasse, die “Quintinsstraße”, sowie die “Kleine Quintinsgasse”.

In den USA ist ein Gefängnis nach dem Heiligen benannt – Sankt Quintin ist ja der Patron der (zu Unrecht) Gefa

 

Lutherkirche Galerie 1949 – 2015 Mainz

[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Lutherkirche 1949 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
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Lutherkirche 1950 – (Sammlung Echte-Meenzer.de

[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Lutherkirche 1950 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Lutherkirche 1989 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
 

[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Lutherkirche 1994 – (Sammlung Echte-Meenzer.de)
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Aktuell ( Bild Wikimedia.org)

Die Luthergemeinde war als evangelische Kirchengemeinde für die Oberstadt im November 1930 ohne eigenes Kirchengebäude gegründet worden. Die Gottesdienste fanden in verschiedenen Sälen der Oberstadt statt. Das Projekt einer eigenen Kirche kam erst nach der Zerstörung aller drei evangelischen Kirchen in Mainz in Gang.

Die Kirche wurde im Jahre 1949 als erste Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg in Mainz gebaut. Dies wurde durch das Notkirchenprogramm der Evangelischen Kirche in Deutschland und tatkräftige Mitarbeit der Gemeindemitglieder ermöglicht. Der Entwurf des Architekten Otto Bartning führte zu einem beeindruckenden und sich harmonisch ins Stadtbild einfügenden Kirchenbau.

 

 

Der Fischturm und der Fisch Jackob Mainz

[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Fischturm Mainz (Sammlung Meikel Dachs)
Der Straßenname: Fischtorstraße

Hier lag ursprünglich der Fischturm, vor dessen Pforte der mittelalterliche Fischmarkt stattfand. Der Fischturm war ein Wach und Gefängnissturm der Stadtbefestigung Mainz. Diesen Bereich bewohnten Fischer, Rheinschiffer und Händler. Weitere Namen in unmittelbarer Umgebung erinnern ebenfalls an Fischerei: Fischergasse, Unter den Heringskästen, Salmengässchen (Salm = Lachs)

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Quelle Fisch Jackob Mainz

Der Unternehmensname: Fisch Jackob

1897 Edmund Jackob gründet in der Fischergasse die Edmund Jackob Fischhandlung. Verkauft werden Rhein- und Seefische.
1935 Das Geschäft zieht in die Fischtorstraße und wird in Fisch – Jackob umbenannt.
1961 Nach der Zerstörung durch einen Fliegerangriff 1942 und Stationen am Liebfrauenplatz sowie in der Augustinerstraße wird das Geschäft in der Fischtorstraße wiedereröffnet.
1980 Umfirmierung in Fisch Jackob

[Bildindex  der Kunst und Architektur]
Fischturm Mainz (Sammlung Meikel Dachs)

der Eisenturm Mainz und seine Geschichte

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Eisenturm im Jahr 1910 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Das spätromanische Torgeschoß des Eisenturms mit dem Rundbogen Portal wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbau. Das Rundbogen Portal schmücken zur Rheinseite hin zwei romanische Löwenskulpturen aus Sandstein. Sie befinden sich auf ornamentierten Kämpferaufsätzen über gekehlten Ecksteinen. Eine der Figuren hält einen Widder in ihren Pranken, teilweise interpretiert als Symbol kirchlicher Macht. Die zweite Löwenskulptur hält ein Fabelwesen (Drachen) in ihren Pranken, das Symbol weltlicher Macht. Die beiden Löwenfiguren sind zeittypisch nur stilisiert herausgearbeitet und galten in der romanischen Zeit als Gleichnis abwehrbereiter Wachsamkeit.

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Eisenturm Rückseite 1912 )Privatsammlung Meikel Dachs)

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden die Geschosse des Turms auf insgesamt sechs Geschosse aufgestockt und dieser damit erhöht. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts, eventuell auch schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts, verlor das Portal seine Funktion und der Zugang zur Stadt erfolgt über das so genannte Eisentürlein in einem direkt an den Turm angebauten kleineren Gebäude.

Der Eisenturm wurde im 18. Jahrhundert zur Rheinseite hin mit einer Mauer umbaut, die bis in das beginnende 20. Jahrhundert stand. Bis 1945 waren an der Löhrstraßenseite zudem kleinere Fachwerkhäuser angebaut.

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Eiserner Turm 1912 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Der Eisenturm diente von seiner Erbauung bis in das 16. Jahrhundert als Stadt- und Torturm im Rahmen der Mainzer Stadtbefestigung. Seinen durchaus auch repräsentativer Charakter verdankte er der im Mittelalter durch die Rheinschifffahrt stark frequentierten Rheinfront und dem Handelsschwerpunkt der Stadt am Rhein. Der Eisenturm bildete dabei zusammen mit den anderen Türmen der Rheinseite (Holzturm, Fischturm u.a.) einen weltlich-architektonischen Gegensatz zu den vielen Kirchentürmen der Kirchenstadt Mainz.

Im Mittelalter wurde rund um den Eisenturm der Markt der Mainzer Eisenhändler abgehalten, welcher dem Turm den bis heute gebräuchlichen Namen gab. Ab dem 17. Jahrhundert nutzte man die oberen Turmgeschosse als Hauptgefängnis. Prominente Gefangene des damals französischen Mayence, die im Eisenturm eingesperrt wurden, waren 1813 einige Offiziere des Lützowschen Freikorps. Nach 1848/1849 saßen hier die Mainzer Revolutionäre im Anschluss an die Märzrevolution als politische Gefangene bis zu ihrer Freisprechung 1850 in Haft.

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Bildquelle und Besitz : Michael Schuster –  Maler : Hartung

1900 sollte der Eisenturm abgerissen werden. Der Mainzer Altertumsverein rettete allerdings das Gebäude und der Eisenturm ging 1905 in das Eigentum der Stadt Mainz über. Nach dieser Zeit beherbergte der Eisenturm ein Maleratelier und kleinere Wohnungen. In dem durch die rheinseitige Ummauerung gebildeten Hof wurden damals auch alte Steindenkmäler der Mainzer Stadtgeschichte provisorisch gelagert.

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Eiserner Turm 1912 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Eisenturm wie die gesamte Innenstadt von Mainz stark zerstört. Der Turm brannte vollständig aus, ebenso der Dachstuhl. 1958 wurde der Eisenturm wieder aufgebaut und mit einem neuen Dach, einem schiefergedeckten Walmdach, versehen. Die ihn umgebende Ummauerung wurde Anfang der 1970er Jahre im Zuge der Neugestaltung des benachbarten Wohngebiets Zum Brand niedergelegt. Links und rechts des Eisenturms wurden Rekonstruktionen der Anbauten sowie ein Stück der Stadtmauer angebaut, die das mittelalterliche Ensemble wieder nahezu originalgetreu wiedergeben sollen. Auch die Eckquaderung und die aufgemalten Fugen wurden nach Originalfunden wiederhergestellt.

Der Eisenturm beherbergt heute den deutschlandweit renommierten Kunstverein Eisenturm Mainz. Die Mainzer Künstler nutzen den Eisenturm als Galerie- und Ausstellungsort und vergeben dort den Mainzer Eisenturm-Preis. Auch andere öffentliche Einrichtungen und Vereine beispielsweise der Fotoclub Mainz und der Rotaract Club Mainz haben im Eisenturm ihr Domizil.

(Text & Informationen: Regionalgeschichte Mainz – Wikipedia – Bundesarchiv)
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Eisenturm ( Bild: Regionalgeschichte.de)

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Holzturm Mainz und seine Geschichte

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Holzturm Mainz im Jahr 1880

Im Jahr 1163 wurde die Stadtmauer abgerissen und zerstört auf Wunsch von Kaiser Friedrich I.

Da die Stadt Mainz ein wichtiger politischer und strategischer Verbündeter im Kampf der Staufer gegen die Welfen in Deutschland war, wurde bereits um 1190/1200 die Erlaubnis zum Neuaufbau einer Stadtbefestigung erteilt. In dieser Zeit wurde der Vorgängerbau des Holzturms, der so genannte Neuturm, errichtet.

Weiterlesen „Holzturm Mainz und seine Geschichte“

Nieder-Olm Kind vom Hund gebissen

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Mainz (ots)Nieder-Olm, Wilhelm-Holzamer-Weg, 29.03.2016, 19:15 Uhr Wie erst gestern bekannt wurde, wurde am Dienstagabend ein 8-jähriges Kind in Nieder-Olm von einem Hund gebissen und oberflächlich am Oberschenkel verletzt.Das Mädchen pflückte gerade auf einer Wiese Blumen, als sich ihr ein Hund näherte und in den Oberschenkel biss. Der Hund wurde von seinem 66-jährigen Halter an der Leine geführt. Der 66-Jährige ging dann mit seinem Hund davon und kümmerte sich nicht um das verletzte Kind. Die Großeltern waren allerdings in der Nähe.

 

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Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

Erste Strassenreinigungs Maschine Mainz

Pferde Strassenreinigung.jpgBild: Privatsammlung Meikel Dachs / Echte-Meenzer.de

Die erste Mobile Strassenreinigungsmaschine in Mainz vor über 100 Jahren. Die Bestand aus einem Wassertank mit 2 Auslassventilen und jeweils einem Sprühkopf. Das komplette Reinigungsgerät wurde auf 4 Holzrädern und einer Plattform aus Holz  transportiert und mit 2 Pferden durch die Stadt gezogen.

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