Lutherkirche Galerie 1949 – 2015 Mainz

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Lutherkirche 1949 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
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Lutherkirche 1950 – (Sammlung Echte-Meenzer.de

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Lutherkirche 1950 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
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Lutherkirche 1989 – (Sammlung Echte-Meenzer.de
 

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Lutherkirche 1994 – (Sammlung Echte-Meenzer.de)
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Aktuell ( Bild Wikimedia.org)

Die Luthergemeinde war als evangelische Kirchengemeinde für die Oberstadt im November 1930 ohne eigenes Kirchengebäude gegründet worden. Die Gottesdienste fanden in verschiedenen Sälen der Oberstadt statt. Das Projekt einer eigenen Kirche kam erst nach der Zerstörung aller drei evangelischen Kirchen in Mainz in Gang.

Die Kirche wurde im Jahre 1949 als erste Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg in Mainz gebaut. Dies wurde durch das Notkirchenprogramm der Evangelischen Kirche in Deutschland und tatkräftige Mitarbeit der Gemeindemitglieder ermöglicht. Der Entwurf des Architekten Otto Bartning führte zu einem beeindruckenden und sich harmonisch ins Stadtbild einfügenden Kirchenbau.

 

 

76 Jähriger Mainzer bestohlen – Ludwigstr

polizei mainz meldungen echte meenzer

Nachdem der 76-jährige Mainzer in der Ludwigstraße bei einer Bank Bargeld abgehoben hatte, wurde er auf der Straße von einem Unbekannten angesprochen und gebeten, ein 2-Euro-Stück zu wechseln. Dem Wechselwunsch kam der hilfsbereite Senior auch nach. Der Fremde steckte selbst die Münze in die Geldbörse des Opfers und zog hierbei so geschickt das zuvor auf der Bank erhaltene Geld aus der Geldbörse des Mannes, so dass dieser den Diebstahl erst bemerkte, als der Dieb verschwunden war.

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Mainz 1, Telefon: 06131-654110

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mainz
Pressestelle

Telefon: 06131-65-3080
E-Mail: ppmainz.presse@polizei.rlp.de

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

Diesel Diebe in Mainz unterwegs

polizei mainz meldungen echte meenzer

Mainz (ots) – Freitag, 01.04.2016, 19:15 Uhr bis Montag, 04.04.2016, 08:15 Uhr

Im Laufe des Wochenendes wurde an einer in der Robert-Koch-Straße im Hechtsheimer Industriegebiet abgestellten Sattelzugmaschine die beiden Tankdeckel aufgebrochen und aus beiden Tanks etwa 500 Liter Diesel entwendet.

Sind weitere Fälle bekannt? Dann bitte an die unten genannte Polizeiinspektion wenden

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Mainz 3, Telefon: 06131-654310

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mainz
Pressestelle

Telefon: 06131-65-3080
E-Mail: ppmainz.presse@polizei.rlp.de

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

Der Fischturm und der Fisch Jackob Mainz

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Fischturm Mainz (Sammlung Meikel Dachs)
Der Straßenname: Fischtorstraße

Hier lag ursprünglich der Fischturm, vor dessen Pforte der mittelalterliche Fischmarkt stattfand. Der Fischturm war ein Wach und Gefängnissturm der Stadtbefestigung Mainz. Diesen Bereich bewohnten Fischer, Rheinschiffer und Händler. Weitere Namen in unmittelbarer Umgebung erinnern ebenfalls an Fischerei: Fischergasse, Unter den Heringskästen, Salmengässchen (Salm = Lachs)

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Quelle Fisch Jackob Mainz

Der Unternehmensname: Fisch Jackob

1897 Edmund Jackob gründet in der Fischergasse die Edmund Jackob Fischhandlung. Verkauft werden Rhein- und Seefische.
1935 Das Geschäft zieht in die Fischtorstraße und wird in Fisch – Jackob umbenannt.
1961 Nach der Zerstörung durch einen Fliegerangriff 1942 und Stationen am Liebfrauenplatz sowie in der Augustinerstraße wird das Geschäft in der Fischtorstraße wiedereröffnet.
1980 Umfirmierung in Fisch Jackob

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Fischturm Mainz (Sammlung Meikel Dachs)

Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,18 Promille

polizei mainz meldungen echte meenzer

Essenheim (ots) – Samstag, 02.04.2016, 19:10 Uhr

Ein Zeuge meldet einen auffällig fahrenden PKW, der immer wieder von der Fahrbahn abgekommen und auch in einen Graben gefahren sei. Das Fahrzeug kann von einer Polizeistreife in Essenheim angetroffen werden. Im Rahmen der Kontrolle wird bei dem 43-jährigen Fahrer deutlicher Alkoholgeruch wahrgenommen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,18 Promille. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mainz Pressestelle

Telefon: 06131-65-3080

E-Mail: ppmainz.presse@polizei.rlp.de

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

Sachbeschädigung an Fahrzeugen in Mainz

polizei mainz meldungen echte meenzer

Mainz (ots) – In der Nacht von Samstag auf Sonntag (03.04.2016, 04:04 Uhr) wurde der Polizei von Zeugen gemeldet, dass eine Gruppe Jugendlicher an einer Bushaltestelle in Laubenheim, An der Oppenheimer Straße, randaliert. Es wurden keine Personen vor Ort angetroffen. Jedoch wurden abgetretene Seitenspiegel von Pkw und zerstörte Blumenkübel festgestellt. Während der anschließenden Fahndung fielen zwei junge Männer (17 und 20 Jahre) auf, welche sofort vor den Polizeibeamten flüchteten. Die beiden Männer wurden von den Beamten gefasst und zwecks Identitätsfeststellung zur Dienststelle gebracht. Die Ermittlungen laufen.

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mainz
Pressestelle
Telefon: 06131-65-3080
E-Mail: ppmainz.presse@polizei.rlp.de
Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz

Kirche unterzeichnet Deal mit Ditsch

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Foto & Text: Karl Kraft / Mainz

Die Bistümer in ganz Deutschland beklagen die vielen Kirchenaustritte und den damit verbundenen Rückgang der Gläubigen die die Gottesdienste besuchen.
In den verschiedenen Bischofskonferenzen wurde dieses Thema schon oft diskutiert, leider ohne nennenswerten Erfolg. Aus diesem Grunde wurde eine Promotionsagentur („Jesus lebt“) beauftragt die kath. Kirche wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Die Agentur wurde aufgefordert neue und auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten.
Eine dieser Promotionsaktionen beginnt heute im Mainzer Dom. In Mainz zum einen, weil dort die technischen Voraussetzungen für diese Promotionsaktion vorhanden sind und zum anderen, weil hier das kirchliche und weltliche Leben einträchtig nebeneinander besteht und ineinander greift.
Die Promotionsaktion steht unter der Überschrift „Brezel statt Oblaten“.
„Die Hostie (lateinisch hostia = Opfertier, Schlachtopfer)“, so die Promotionsagentur,: „bezeichnet in der römisch-katholischen und anglikanischen Tradition, in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und in der Christengemeinschaft das zum Abendmahl bzw. zur Eucharistie verwendete Brot (vor der Wandlung).

Ursprünglich handelte es sich dabei um Alltagsbrot, das von den Gläubigen zur Herrenmahlfeier mitgebracht wurde. Aus Angst, während der Verteilung könnten Partikel (Krümel) verloren gehen, ging man im Mittelalter zur Form der Oblaten (von lat. oblata „Opfergaben“) über, die durch Oblateneisen teilweise reich verziert wurden.
Der Brauch, bei der Eucharistie ungesäuerte Oblaten aus Weizenmehl und Wasser zu verwenden, entwickelte sich in der westlichen Kirche im 11. Jahrhundert und wurde mit dem ungesäuerten Brot (der Matze) des jüdischen Paschamahls begründet. Dies löste den Azymenstreit mit der (wegen des biblischen „Gleichnis vom Sauerteig“, Mt 13,32-35 EU) gesäuertes Brot verwendenden byzantinischen Kirche aus, der zu einem der Vorwände für das Große Morgenländische Schisma von 1054 wurde.
Da sie aufgrund der so speziell gestalteten, oft mit Symbolen des Glaubens gestempelten Hostie ein magisches Missverständnis befürchtete, neigt die protestantische Abendmahlspraxis gegenwärtig teilweise wieder zur Hostie in Brotgestalt.“
Man habe diesen Gedanken, die Rückkehr zum Brot, wieder aufgenommen und daraus eine Aktion zusammen mit der Brezelbäckerei Ditsch entwickelt, die speziell für die Eucharistie hergestellte Brezel zur Verfügung stellt, teilte die Promotionsagentur weiter mit. Der einzelne Gläubige habe aber weiterhin die Wahl zwischen der „normalen“ Oblate und einem Brezel, der an einer speziell gekennzeichneten Stelle ausgegeben wird.

 

das Fahrrad der 70er Jahre – Bonanza

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Das in den 70 er Jahren in Europa bekannt gewordene, aus den USA stammende Fahrrad mit dem Bananensattel und dem Hirschgeweih Lenker trieb nicht nur die Kreativität der deutschen Band „Fischmob“ an, sondern auch die seiner Besitzer. Jugendliche hatten großen Spaß daran, das Rad mit Fuchsschwänzen, besonderen Lampen und Reflektoren sowie in die Speicheln gesteckten Bierdeckeln zu verzieren.

In Deutschland fertigte Kynast in Quakenbrück eine eigene Kopie des Stingray, die ab 1968 vom Versandhändler Neckermann unter der Eigenmarke Bonanza vertrieben wurde – zahlreiche andere Hersteller ahmten es nach und produzierten eigene Varianten. Für die meisten Bonanzaräder aus deutscher Produktion typisch ist der einheitliche Durchmesser von Vorder- und Hinterrad. Auch die Rahmen konnten weder mit der schwungvollen Eleganz des „Stingray“ mithalten, noch mit der Dynamik des „Chopper“, stattdessen wurde eine Geometrie verwendet, die stark an konventionelle Fahrradmodelle erinnerte. Bemerkenswert und für die deutschen Hersteller kennzeichnend ist dagegen die aufwendige Konstruktion der Vordergabel mit den falschen „Schraubenfedern“ und der doppelten Aufnahme für die beiden getrennten Lenkergestänge. Dieses motorradähnliche Detail findet sich weder beim US-Vorbild noch beim englischen Ableger.

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Wiesbaden Biebrich Bahnhof West

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Bahnhof Biebrich 1988

Der Bahnhof entstand im Zuge des Baus der nassauischen Rheintalbahn Wiesbaden – Rüdesheim – Oberlahnstein als Bahnhof Biebrich-Mosbach. Die Strecke und der Bahnhof wurden am 11. August 1856 für den öffentlichen Verkehr in Betrieb genommen. Der Bahnhof wurde mehrfach umbenannt und trug die Bezeichnungen Biebrich Hauptbahnhof und – seit der Eingemeindung Biebrichs nach Wiesbaden im Jahr 1926 – die Bezeichnungen Wiesbaden Süd und Wiesbaden-Biebrich.

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Bahnhof Biebrich 1910

Der Bahnhof Wiesbaden-Biebrich ist heute nur noch ein Haltepunkt an der rechten Rheinstrecke auf der Gemarkung Biebrich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Eshält heute nur noch die Stadt-Express-Linie SE 10 (RheingauLinie) des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Im Berufsverkehr gibt es auch halbstündliche Verbindungen nach Koblenz Hauptbahnhof, Kaub ober Rüdesheim.

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Bahnhof Biebrich 2010

 

Strandbad bei Frei-Weinheim 1925

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Strandbad bei Frei-Weinheim 1925

as Strandbad in Ingelheim, Ortsteil Frei-Weinheim, ist kein offizielles Bad mehr und gänzlich ohne Aufsicht. Das heißt, die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr! Bei normalem Wasserstand des Rheins ist die Tiefe nur kniehoch und für Schwimmer nicht geeignet. Mit den unterschiedlichen Wasserständen verändert sich natürlich auch die Größe des Sandstrandes mit seinem feinen weißen Sand. Im Sommer erfreut sich das Gelände zunehmender Beliebtheit. Es kommen sogar Besucher aus Mainz und Wiesbaden

 

der Eisenturm Mainz und seine Geschichte

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Eisenturm im Jahr 1910 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Das spätromanische Torgeschoß des Eisenturms mit dem Rundbogen Portal wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbau. Das Rundbogen Portal schmücken zur Rheinseite hin zwei romanische Löwenskulpturen aus Sandstein. Sie befinden sich auf ornamentierten Kämpferaufsätzen über gekehlten Ecksteinen. Eine der Figuren hält einen Widder in ihren Pranken, teilweise interpretiert als Symbol kirchlicher Macht. Die zweite Löwenskulptur hält ein Fabelwesen (Drachen) in ihren Pranken, das Symbol weltlicher Macht. Die beiden Löwenfiguren sind zeittypisch nur stilisiert herausgearbeitet und galten in der romanischen Zeit als Gleichnis abwehrbereiter Wachsamkeit.

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Eisenturm Rückseite 1912 )Privatsammlung Meikel Dachs)

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden die Geschosse des Turms auf insgesamt sechs Geschosse aufgestockt und dieser damit erhöht. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts, eventuell auch schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts, verlor das Portal seine Funktion und der Zugang zur Stadt erfolgt über das so genannte Eisentürlein in einem direkt an den Turm angebauten kleineren Gebäude.

Der Eisenturm wurde im 18. Jahrhundert zur Rheinseite hin mit einer Mauer umbaut, die bis in das beginnende 20. Jahrhundert stand. Bis 1945 waren an der Löhrstraßenseite zudem kleinere Fachwerkhäuser angebaut.

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Eiserner Turm 1912 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Der Eisenturm diente von seiner Erbauung bis in das 16. Jahrhundert als Stadt- und Torturm im Rahmen der Mainzer Stadtbefestigung. Seinen durchaus auch repräsentativer Charakter verdankte er der im Mittelalter durch die Rheinschifffahrt stark frequentierten Rheinfront und dem Handelsschwerpunkt der Stadt am Rhein. Der Eisenturm bildete dabei zusammen mit den anderen Türmen der Rheinseite (Holzturm, Fischturm u.a.) einen weltlich-architektonischen Gegensatz zu den vielen Kirchentürmen der Kirchenstadt Mainz.

Im Mittelalter wurde rund um den Eisenturm der Markt der Mainzer Eisenhändler abgehalten, welcher dem Turm den bis heute gebräuchlichen Namen gab. Ab dem 17. Jahrhundert nutzte man die oberen Turmgeschosse als Hauptgefängnis. Prominente Gefangene des damals französischen Mayence, die im Eisenturm eingesperrt wurden, waren 1813 einige Offiziere des Lützowschen Freikorps. Nach 1848/1849 saßen hier die Mainzer Revolutionäre im Anschluss an die Märzrevolution als politische Gefangene bis zu ihrer Freisprechung 1850 in Haft.

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Bildquelle und Besitz : Michael Schuster –  Maler : Hartung

1900 sollte der Eisenturm abgerissen werden. Der Mainzer Altertumsverein rettete allerdings das Gebäude und der Eisenturm ging 1905 in das Eigentum der Stadt Mainz über. Nach dieser Zeit beherbergte der Eisenturm ein Maleratelier und kleinere Wohnungen. In dem durch die rheinseitige Ummauerung gebildeten Hof wurden damals auch alte Steindenkmäler der Mainzer Stadtgeschichte provisorisch gelagert.

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Eiserner Turm 1912 (Privatsammlung Meikel Dachs)

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Eisenturm wie die gesamte Innenstadt von Mainz stark zerstört. Der Turm brannte vollständig aus, ebenso der Dachstuhl. 1958 wurde der Eisenturm wieder aufgebaut und mit einem neuen Dach, einem schiefergedeckten Walmdach, versehen. Die ihn umgebende Ummauerung wurde Anfang der 1970er Jahre im Zuge der Neugestaltung des benachbarten Wohngebiets Zum Brand niedergelegt. Links und rechts des Eisenturms wurden Rekonstruktionen der Anbauten sowie ein Stück der Stadtmauer angebaut, die das mittelalterliche Ensemble wieder nahezu originalgetreu wiedergeben sollen. Auch die Eckquaderung und die aufgemalten Fugen wurden nach Originalfunden wiederhergestellt.

Der Eisenturm beherbergt heute den deutschlandweit renommierten Kunstverein Eisenturm Mainz. Die Mainzer Künstler nutzen den Eisenturm als Galerie- und Ausstellungsort und vergeben dort den Mainzer Eisenturm-Preis. Auch andere öffentliche Einrichtungen und Vereine beispielsweise der Fotoclub Mainz und der Rotaract Club Mainz haben im Eisenturm ihr Domizil.

(Text & Informationen: Regionalgeschichte Mainz – Wikipedia – Bundesarchiv)
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Eisenturm ( Bild: Regionalgeschichte.de)

Besuchen Sie auch den http://www.kunstverein-eisenturm-mainz.de


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Nostalgie auf dem Rebstockplatz oder – Erinnerungen an einen Einkaufswagen

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Foto aus der Sammlung von Meikel Dachs.

 

Wie schade! Da waren früher das Rex – und das Bambi. Ich erinnere mich an eine Ferienvorstellung Anfang der siebziger Jahre. Einer meiner Schulkameraden aus der Anne-Frank-Schule kam an günstige Eintrittskarten, weil seine Mutter im Kino arbeitete, und lud mich ein.

Ein Ausflug „in die Stadt“ zum Kinobesuch – das war schon was, damals. Gezeigt wurde ein zweit- oder drittklassiger amerikanischer Film über Atlantis: Ein armer griechischer Fischer rettete eine wunderschöne Frau vor dem Ertrinken. Bald stellte sich heraus, dass sie eine atlantische Prinzessin war. Blind vor Liebe brachte er sie zurück in ihr Reich. Das sagenhafte Atlantis entpuppte sich als teuflisch in jeder Hinsicht: Sklaverei; Menschen, die in Tiere verwandelt wurden; gottlose Herrscher … Zum Schluss versank die Insel mit ihren ungläubigen, dekadenten Bewohnern in den Fluten des Meeres, so wie es sich gehört.

Ich drehe mich um und mein Herz geht auf – der Dom. Mein Blick fällt auf den West-Chor, den neueren Teil, nicht den Ost-Chor; das ist der ältere Teil, auf der anderen Seite, Richtung Fischtorplatz. Seit ich denken kann, hat man mir das eingebläut. Als Bretzenheimerin lebte ich ja nicht wirklich im Schatten des Doms, aber bei dem gleichnamigen Lied fühle ich mich angesprochen, besonders an Fassenacht.

Der Martinsdom! Der Dom zu Mainz! So prägend wie Fleischwurst und Paarweck, Krebbel, das Sandmännchen, „die Elektrische“, alte Frauen in Kittelschürzen, Astrid Lindgren, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Johannisfest, The Who, Augustinerkeller, Goldstein und La  Bastille …

In nostalgischer Stimmung setze ich meinen Weg fort Richtung Brand. Ich war ein Schulkind, als das Einkaufszentrum erbaut wurde – was war davor an seiner Stelle? Keine Ahnung. Als ich an der Allgemeinen Zeitung vorbeigehe, bleibt mein Blick an einem Muster im Boden auf dem Platz vor mir hängen. Zunächst sieht es aus wie ein Kreis, bei näherem Hinsehen entpuppt es sich aber als Oktagon. Ich stelle mich neben die Linie und sehe im Geist den Brunnen, der hier einmal gestanden hat, der Brunnen mit dem Perpetuum Mobile.

Auf einmal möchte ich heulen. Warum? Weil der Brunnen nicht mehr da ist, genauso wie die alte Lotharpassage mit Woolworth oder die Nordsee an der Ecke Große Bleiche / Große Langgasse. Matjeshappen gibt es noch in der Nordseefiliale in der Schusterstraße, „Hot Haps“ aber nicht mehr. Solche Fischspezialitäten brachten meine Eltern vom samstäglichen Einkauf aus der Stadt mit nach Hause. Das war für mich so lange der Knüller, bis ich Anfang der Siebziger meine erste Pizza aß. Damit waren die Nordsee-Spezialitäten out. Etwas später lernte ich Lasagne und Cannelloni kennen. Da wusste ich dann endgültig Bescheid …

Nur wenige Leute sind an diesem Mittwochvormittag unterwegs. Gedankenverloren lasse ich meinen Blick schweifen, folge der Treppe zum Brand, bleibe an der Schräge für Rollstuhlfahrer, Radfahrer, Kinderwagen und Skateboard-Fahrer hängen. Der Anblick dieser Schräge macht mich glücklich, erhöht meinen Herzschlag für einen Moment. Im Geiste sehe ich einen Einkaufswagen dort oben stehen, auf dem Scheitelpunkt sozusagen.  – Ich möchte lachen und nicht mehr aufhören.

Meine Umgebung einschließlich der wenigen Passanten, die sich über die Frau vor der Treppe mit diesem eigentümlichen Lächeln vielleicht wundern, rückt in weite Ferne, während ich abtauche in eine andere Zeit.

Mainz im Frühsommer 1976: Hinter mir und meiner Freundin Sophie – das mit Wasser gefüllte Becken des Brunnens. Das Perpetuum Mobile gibt seltsam scharrende Geräusche von sich, während es sich um seine eigene Achse dreht.

Wir sitzen auf dem Brunnenrand, starren fasziniert auf das, was sich am höchsten Punkt der Schräge in Richtung Brand gerade tut. Immer mehr Passanten bleiben in unserer Nähe stehen, einige setzen sich ebenfalls auf den Brunnenrand. Alle warten darauf, wie es weitergeht.

„Die Amis“, sagt ein älterer Herr freundlich, schüttelt dabei lachend den Kopf. „Was deene so alles eufelld!“

„Mama, guck doch!“ Ein kleines Mädchen mit blonden Zöpfen deutet aufgeregt auf die drei GIs, die dort oben einen leeren Einkaufswagen festhalten und sich anscheinend angeregt unterhalten. Einer hebt grüßend die Hand, winkt uns Zuschauern elegant zu, in der Art der Queen.

Drei junge Männer, die neben uns stehen, langhaarig, mit Peace-Buttons an den Palästinenser-Tüchern, winken zurück, lachen sich kaputt. Schließlich tut sich oben etwas.

„Das machen die doch nicht wirklich?“ Sophie stößt mir sachte den Ellenbogen in die Seite. Wir sehen uns an, ungläubig, lachen dann schallend los. Doch, natürlich machen die das! Wir kennen sie, unsere GIs.

Einer der Amerikaner klettert geschickt in den Einkaufswagen, während seine Kumpel das Gefährt festhalten.

„Was mache se dann jetzd?“ Der ältere Herr grinst über das ganze Gesicht.

„Verrückt!“ Ein Peace-Button-Träger zündet sich eine Zigarette an, eine HB. Dann wedelt er damit herum und tänzelt ein wenig hin und her, ungefähr wie Bruno, das HB-Männchen.

Mittlerweile hat sich der GI in den Einkaufswagen gequetscht, streckt den Kopf nach vorne und schreit: „Right on.“

Seine Freunde geben dem Wagen einen Stoß und los geht es! Durch den Fahrtwind stellt sich seine blonde Stirntolle nach oben. Das Gefährt rollt die Schräge hinunter, nimmt ordentlich Fahrt auf.

Unter Lachen und Klatschen erreicht der Amerikaner in seinem ungewöhnlichen Fahrzeug das untere Ende der Schräge. Die Fahrt währte nur kurz. Jetzt hat er keine Möglichkeit zu bremsen, ist sozusagen ausgeliefert. Durch ruckartige Bewegungen mit dem Körper versucht er, nach links zu lenken.

Die drei Peace-Button-Träger eilen herbei, halten den Wagen fest. Auf diese Weise gestoppt, dreht das Fahrzeug langsam eine elegante Kurve und kommt vor dem Eingang vom Café Dinges zum Stehen.

„Des glaabd mä konä!“ Wer hat das gesagt? Der ältere Herr, der sich königlich amüsiert.

„Thank you!“ ruft der GI seinem fröhlichen Publikum zu, während seine neuen Freunde ihm heraushelfen. Schulterklopfen, Händeschütteln, Wortfetzen von dort drüben: „Nice to meet you!“ … „Hey, folks!“ … „Let´s go!“ … Einer der Deutschen schiebt den Wagen über die Schräge nach oben, die anderen trotten hinterher, unterhalten sich lachend miteinander und mit den Passanten.

„ Was machd ihr donn fä Sache!“ „Menschenskinnä, dess omm frije Moije.“

Oben angelangt gibt es wieder Schultergeklopfe. Als nächster steigt ein Peace-Button-Träger ein und rollt unter Gejohle nach unten. Allerdings verliert sich sein fröhlicher Gesichtsausdruck mit zunehmender Geschwindigkeit. Am Ende ist er sehr erleichtert, als Passanten ihm beim Parken helfen …

Die Szene verschwimmt. Ich bin zurück. Kein Brunnen, keine lachende Menschenmenge, kein Einkaufswagen, keine GIs – aber der Dom, der West-Chor, versteht sich.

Webseite

„Calling USA“ von Paula Dreyser –  Beziehungsroman, 70er Jahre, Kalter Krieg, RAF, Mainz. Als Taschenbuch erhältlich überall im Buchhandel und im VA-Verlag

Als E-Book auf Amazon

Hauptbahnhof Wiesbaden 1930

hauptbahnhof 1930
Privatsammlung: stadtseitenblog.wordpress.com

Der Wiesbadener Hauptbahnhof ist der Hauptverkehrsknotenpunkt der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Er ist ein Kopfbahnhof am Südrand der Innenstadt und wird täglich von mehr als 40.000 Reisenden frequentiert, womit er neben dem Darmstädter Hauptbahnhof und hinter dem Frankfurter Hauptbahnhof gemessen an der Passagierzahl, an zweiter Stelle in Hessen steht. Weiterlesen „Hauptbahnhof Wiesbaden 1930“

Mainzelbahn Projekt abgesagt,man ist auf römisches Wasser gestoßen

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Foto: Allgemeine Zeitung Mainz

Die Mainzelbahn wird nicht kommen in Mainz,das Projekt wurde mit sofortiger Wirkung abgesagt. Bei den Bauarbeiten ist man auf eine römische alte Wasserquelle gestoßen,diese sprudelt aktuell und man versucht das ausströmen zu stoppen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz kündigte heute morgen an:

Das Projekt ist durch einen ungewöhnlichen Fund auf Eis gelegt worden. Die Stadt wird in Zukunft das Römische Wasser in Flaschen abfüllen und als Heilwasser vertreiben, das neue Mainzelwasser wird in 0,5 Liter PET Flaschen im Sommer 2016 angeboten für 11,11 Euro pro Flasche.

Bereits mehrere Investoren haben Ihr Interesse angekündigt. Die Stadt Wiesbaden zeigte auch Interesse an einer Zusammenarbeit,denn das Wasser soll Mainzer Schönheit verleihen und Frohsinn.

Ich bleibe für euch am Ball…. Gruß Meikel

Aktuell reagiert auch die Mainzer Presse auf unsere Enthüllung:

https://merkurist.de/mainz/verkehr/land-stoppt-den-bau-der-mainzelbahn_fPU


Auszug Facebook Kommentare:

Unbenannt

Tomislav Sola: Endlich wird dieses ganze Baustellen Hickhack ein Ende haben

Claudia Göckel: Schade, dass heute der 01. April ist

Kalli Schlamp: Das ist doch unglaublich. Ich wusste immer, dass da unten noch ein großer Schatz liegt und auf die Bergung wartet. Ich glaub, ich hol jetzt meinen Römerhelm, das Schwert und den Schild und geh anschließend in die Andau.

Manfred Walter Philipp Bangert: Mich hat heute morgen Julius Caesar angerufen und mir bestätigt das tatsächlich Heilwasser in Mainz gefunden wurde.

Gerti Rohrmann: Und zusätzlich wurde noch antikes römisches Gesichtswasser analysiert. Wird bald im ISIS Tempel verkauft

Mo Nika: Als Eau de Mayence?

Karin Holm: Hauptsache Millionen verschleudert und jetzt Wasser verkaufen,es reicht mit der Stadt

Gaby Wehrl: Das ist ja ein Skandal! Römisches Wasser in PET-Flaschen! Ein solches Kulturgut gehört natürlich in eine Amphore – das würde außerdem den Preis rechtfertigen.

Filou Lina: Der Hammer, zum Festumzug am 8.5 verteilen die Ebersheimer „Römer“ (ECV) dann ein paar Gratispröbchen ans Volk. Natürlich in original römischer Kleidung.

 

 

 

 

Holzturm Mainz und seine Geschichte

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Holzturm Mainz im Jahr 1880

Im Jahr 1163 wurde die Stadtmauer abgerissen und zerstört auf Wunsch von Kaiser Friedrich I.

Da die Stadt Mainz ein wichtiger politischer und strategischer Verbündeter im Kampf der Staufer gegen die Welfen in Deutschland war, wurde bereits um 1190/1200 die Erlaubnis zum Neuaufbau einer Stadtbefestigung erteilt. In dieser Zeit wurde der Vorgängerbau des Holzturms, der so genannte Neuturm, errichtet.

Weiterlesen „Holzturm Mainz und seine Geschichte“

Mainz Kastel Bahnhof als die Züge noch mit der Fähre fuhren

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Eröffnung 1839 vom Bahnhof Kastel mit dem 1. Zug ( Privatsammlung Echte-Meenzer.de )

Mainz Kastel verfügt seit der Eröffnung 1839/40 über einen Bahnhof, der anfangs Bahnhof Kastel am Rhein hieß.

Mit der anderen Rheinseite der Stadt Mainz bestand damals keine direkte Schienenverbindung, weshalb das Trajekt Mainz–Kastel eingesetzt wurde.

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Mainz L’Arcade besteht seit über 3 Jahrzenten

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Das Mainzer L’Arcade besteht seit mehr als drei Jahrzehnten. Es ist ein fester Bestandteil der Mainzer Altstadt. Hier zeigt sich die Mainzer Frohnatur von ihrer besten Seite, sei es an Fastnacht, bei Fußballspielen unseres geliebten FSV Mainz 05, bei den berühmten Samstag-Party-Nights oder beim einfachen Genießen eines Bieres, eines Kaffees oder bei leckerem Essen.

Weiterlesen „Mainz L’Arcade besteht seit über 3 Jahrzenten“

Erste Strassenreinigungs Maschine Mainz

Pferde Strassenreinigung.jpgBild: Privatsammlung Meikel Dachs / Echte-Meenzer.de

Die erste Mobile Strassenreinigungsmaschine in Mainz vor über 100 Jahren. Die Bestand aus einem Wassertank mit 2 Auslassventilen und jeweils einem Sprühkopf. Das komplette Reinigungsgerät wurde auf 4 Holzrädern und einer Plattform aus Holz  transportiert und mit 2 Pferden durch die Stadt gezogen.

Weiterlesen „Erste Strassenreinigungs Maschine Mainz“